Au revoir - Abschied der Freizeitenarbeit im Landesjugendpfarramt

Konsequenzen des Transformationsprozesses der Landeskirche werden spürbar

Die Umstrukturierung im Rahmen des Transformationsprozesses führt dazu, dass das langjährige Handlungsfeld „Freizeitenarbeit und Globales Lernen“ im Landesjugendpfarramt nach dem Renteneintritt von Michael Borger in diesem Jahr aufgelöst wird. Dies betrifft nicht nur über 300 Kinder und Jugendliche, die jedes Jahr an den Ferienangeboten des Landesjugendpfarramtes teilnehmen, sondern auch fast 40 ehrenamtliche junge Erwachsene, die die Freizeiten eigenständig und mit viel Engagement, Zeit und Herzblut leiten. 
Aktuelle Jugendstudien belegen, wie wichtig Freizeiten, KonfiCamps und mehrtätige Ferienmaßnahmen für die religiöse und kirchliche Sozialisation von jungen Menschen heute geworden sind. 
Daher bedauern wir – die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Evangelischen Jugend der Pfalz - diese Entscheidung außerordentlich.
Mit dem folgenden offenen Brief bringen die ehrenamtlichen Freizeitleiter*innen ihr persönliches Bedauern zum Ausdruck, stellvertretend für die unzähligen Teamer*innen, die in den letzten fünf Jahrzehnten dieses Handlungsfeld getragen und geprägt haben:

„Wir möchten darüber informieren, dass die Freizeiten des Landesjugendpfarramtes in den Sommerferien 2026 unsere letzten sein werden, da der zuständige Referent für die Freizeitenarbeit in Rente geht und seine Stelle aufgrund von Sparmaßnahmen unserer Landeskirche nicht wiederbesetzt wird. Diese Entscheidung bedauern wir außerordentlich.
Eine Besonderheit und eine unserer Stärken war es, dass unsere Freizeiten größten Teils von uns ehrenamtlichen Teams geleitet wurden. Wir hätten gerne unser Knowhow, unsere Erfahrungen und unser Engagement dafür eingesetzt, die Freizeitenarbeit gemeinsam mit den Jugendzentralen und Freien Jugendverbänden weiter zu entwickeln.
Dazu haben wir ein entsprechendes Zukunftskonzept entwickelt und den Verantwortlichen der Landeskirche vorgelegt. Leider hatten wir damit nicht den gewünschten Erfolg.
Aus diesem Grund haben wir beschlossen, unser Engagement als ehrenamtliche Freizeitleiter*innen in der Evangelischen Jugend der Pfalz nach dem Ende der Freizeitensaison niederzulegen.
Damit endet unsere traditionsreiche Freizeitenarbeit und hinterlässt eine große Lücke im Angebot der Evangelischen Jugend der Pfalz. Wir hätten sehr gerne damit weitergemacht, aber ohne solide Zukunftsperspektive und hauptamtliche Unterstützung macht ein solches Engagement für uns keinen Sinn. 
Was bleibt, ist der Stolz, mit unseren Freizeiten über Jahrzehnte hinweg bleibende Erinnerungen geschaffen zu haben. Wir sind überzeugt, dass wir mit Euch und Ihr mit uns evangelische Ferienfreizeiten von der besten Seite erleben konntet. Wir haben uns gemeinsam erholt, weiterentwickelt, neue Freund*innen kennengelernt, gekocht, gesungen, Abenteuer bestanden, miteinander gelacht und uns, wenn es mal nicht so gut lief, getröstet und gestärkt. Kurz gesagt: Wir hatten richtig gute Zeiten. Vielen Dank dafür. 
Jetzt wollen wir noch einmal mit Euch auf Freizeit fahren und eine Gemeinschaft erleben, die allen guttut. Wir wünschen Euch, dass die Verantwortlichen der Evangelischen Jugend auch in Zukunft Freizeiten anbieten, die Lust darauf machen, mit der Evangelischen Jugend unterwegs zu sein.“
Eure ehrenamtlichen Freizeitleiter*innen